Dienstag, November 15, 2005

Mein Vampirbücheregal

Hier der erste Hinweis aus der neuen Reihe: Meine Vampirbibliothek

Den Anfang macht, wie sollte es auch anders sein, der bekannteste Schriftsteller auf diesem Gebiet: Bram Stoker mit Dracula

Ich habe die ungekürzte Ullstein-Ausgabe. Es gibt auch andere Ausgaben bei denen reichlich herumbearbeitet worden ist. Grauenhaft geradezu. Ich zähle diesen Roman auf jeden Fall zur Weltliteratur. Jeder der sich mit Vampiren beschäftigt, kommt um dieses Werk nicht herum.
Der Roman ist in Form von Tagebucheintragungen, Briefen oder phonographische Aufnahmen von Dr. Seward.

Wer die Geschichte tatsächlich noch nicht kennt, hier eine kleine Inhaltsangabe:
Jonathan Harker wird beauftragt, nach Transsylvanien zu reisen und den Grafen Dracula bei dem Kauf eines Grundstücks in London zu helfen. Harker verbringt einige Zeit mit dem seltsamen Grafen und macht Bekanntschaft mit drei Vampirfrauen, die ihn aussaugen möchten. Er kann fliehen und kehrt nach London zurück. Harker heiratet seine Verlobte Mina Murray. Dessen Freundin Lucy Westenraa verfällt einer seltsamen Krankheit, die nicht zu heilen scheint. Einer ihrer Verehrer, Dr. Seward, informiert Professor Van Helsing, der Vampirismus diagnostiziert. Dracula ist in London und hat Lucy infiziert, die bald darauf stirbt und von Van Helsing geköpft wird. Dr. Seward hat einen komischen Patienten, einen gewissen Renfield.Von ihm erhält er Informationen über Dracula. Bald machen sich Dr. Seward, Van Helsing, Jonathan Harker, Mina, Quincey Morris (ein weiterer Verehrer von Lucy Westenraa) und Arthur Holmwood (der Verlobte von Lucy) auf die Jagd nach den untoten Grafen Dracula. Sie können ihn in Transsylvanien stellen und vernichten.

Bram Stoker veröffentlichte zehn Bücher, von denen aber nur sein Roman "Dracula" internationalen Ruhm erlangte. Stoker schreib sich mit diesem Buch ein Kindheitstrauma von der Seele. Sieben Jahre lang war er durch eine schwere Krankheit als Kind ans Bett gefesselt.
Seine Informationen über den wahren Grafen Vlad Draculea (1431-1476) bezog Stoker ausschließlich aus Büchern im Britischen Museum und der Nationalbibliothek. Stoker verbindet geschickt Landschaften, Leute und Geheimnisse miteinander und verleiht seinem Roman damit einen unverwechselbaren Reiz. Dieses Buch liest sich auch nach über 100 Jahren immer noch sehr gut.

Bestnote

1 Kommentar:

BlueMercutio hat gesagt…

Auch wenn sich das Buch gut lesen läßt und spannend ist, muß man leider mal sagen, daß Bram Stoker kein guter Schriftsteller ist: Es ist schon etwas auffällig, daß diese ganz unterschiedlichen Personen alle im selben Stil ihre Tagebucheinträge machen. Man merkt doch, daß Mr. Stoker sich da nicht in seine Figuren hineinversetzen konnte.