Mittwoch, Januar 10, 2007

Torchwood- Abschlussbericht

Es ist es vorbei. Die 13 Folgen der Spin-Off vom Doctor sind durch. Und was haben wir gelernt?
Nun, vielleicht, dass man seinen Kollegen nicht immer trauen darf?

Lassen wir die Folgen noch einmal Revue passieren. Habe mir schließlich auch gerade die Folgen 1-5 noch einmal angesehen. Die erste Folge hat die Figuren, bis auf Gwen, erst einmal nicht weiter vorgestellt. Was meiner Meinung, auch nicht immer nötig ist. Tja, in der zweiten Folge dann wurde doch sehr deutlich gemacht, dass es sich hier NICHT um eine Kinderserie handelt. Aber sie hatte ihre guten Momente. "Er kam und ging."

Dann ging es weiter mit Ghost Machine, die sehr emotional war. Man erfuhr tatsächlich ein klein Wenig mehr über die Mitglieder, nämlich dass Owen eine tolle Wohnung hat. Dann kam Cyberwoman, die mir bis auf die Tatsache, dass die Cybermen nun auch an der Kleidung sparen dafür aber hochhackige Schuhe entwickeln, sehr gefallen hat, weil es darum ging, wie viel Mensch noch in Lisa steckt.
Dass Liebe allein nicht reichte!!
Man bekam auch etwas von Ianto mit, der vorher nur als Kaffeekocher auftrat. Doch obwohl Jack und die anderen seine Freundin, auch wenn sie nicht mehr ganz bei Verstand war, abgeknallt haben, war ihnen Ianto in der nächsten Folge eigentlich nicht mehr böse. Ich wäre nachtragender!

Die Feen-Folge fand ich super, weil sie so schön traurig war. Außerdem war das neue Bild der Feen irgendwie cool. Nicht niedlich.
Aber Countrycide war klasse für mich als Horrorfilm-Fan. Und dann die Begründung, weil es Spass macht, ist richtig fies. Mir gefiel´s.
Schließlich bekam man mehr von der schüchternen Toshiko zu sehen. Auch eine sehr schöne Folge, weil sie deutlich macht, wie belastend es wäre, wenn man die Gedanken anderer Leute kennen würde. Das kann ganz schön depremierend sein.

Und der Hammer war "They keep killing Suzie" für mich ein absolutes Highlight. Die Folge danach war eher ruhig und erinnerte mich sehr an die Doctor-Folge "Love and Monsters". Nicht wirklich mein Geschmack, wenn ich ehrlich bin. Aber die Endszene war schon traurig.

In "Out of Time" sah man schließlich eine Weiterentwicklung bei Owen, der sonst nur Affären hatte. Dann verliebt er sich das erste Mal richtig und sie haut einfach ab. Traurig. Die Folge war schön, weil sie die Zerrissenheit einiger Personen sehr deutlich zeigte. Auch die Thematik, dass Jack sich auch sehr einsam fühlt und fehl am Platz bzw. in der Zeit.

"Combat" fand ich eher schwach, auch wenn man wieder eine Entwicklung bei Owen sehen konnte, die schließlich das kommende Verhalten erklärt. Aber der "Weevil Fight Club" war eher lahm. Schließlich das große Finale. Im Gegensatz zu manch anderen Zuschauern gefiel mir das Ende und auch das Monster ziemlich gut. "Etwas wird kommen..durch die Dunkelheit".
Ich fand es auch nicht religös. Es war doch klar, dass Jack wieder aufwachen wird. Schließlich soll es eine zweite Staffel geben. ;-)

Abschließend: Mir hat der rote Faden gefehlt. Die Folgen waren einzelne Geschichten, die oft nicht zusammenpassten. Handlungsstränge wurden aufgegriffen und nicht fortgeführt. Die Personen wurden weiter nicht erklärt. Dass das Team nicht militärisch organisiert ist, stört mich nicht. Ist ja nicht UNIT. Aber ein bisschen mehr Disziplin würde man doch von den Leuten erwarten. Ich kann verstehen, warum sie am Ende nicht auf Jack hörten, weil sie von den Erscheinungen und den Tod von Rhys beeinflusst worden sind. Aber Owen tötet Jack, außer Gwen wusste bis dahin niemand, dass er nicht sterben kann, und keiner der anderen reagiert richtig erschüttert. Hallo! Der hat gerade den Chef erschossen! Tut man so etwas?! NEIN!

Dass wir nicht mehr über "Captain Jack" erfahren ist klar, schließlich soll das noch in der zweiten Staffel Thema sein. Aber die anderen Charaktere glänzen auch nicht gerade mit Transparenz.

ABER: Ich mag die Serie trotzdem. Ich habe NIE einen Vergleich zu Doctor Who gemacht. Sie spielen zwar im gleichen Universum, das war es aber auch. Man kann diese Serien nicht miteinander vergleichen, weil sie vom Aufbau unterschiedlich sind. Ihre Ziele sind verschieden, und dass soll auch so sein. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und das hat ausgereicht, damit ich mir die DVDs kaufe. Das hat lange keine Serie mehr geschafft, die in letzter Zeit im deutschen TV lief. Ob amerikanisch, deutsch oder so. Und obwohl John wie Jack schwul ist, finde ich den Mann knuffig und vergöttere diesen Mantel. Will auch einen!
Man sollte nicht zu hohe Erwartungen setzen, denn wird man auch nicht enttäuscht, so sehe ich das. ENDE, AUS!

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