Freitag, Oktober 26, 2007

Science Fiction Fanzine Geschichte


Munich Round Up 15

Auszug:

Ambrosius liebte es, Theorien zu entwickeln. Aufgrund der ihm angeborenen orthodoxen Arbeitsweise geht er hierbei - gelinde gesagt - ungewöhnlich vor. Da er oft und gerne zu Bette liegt, - ja, nicht nur liegt, sondern sozusagen darin wohnt, entsteht der größte Teil dieser Theorien in seinem weichen, warmen Pfuhl. Er nennt sie deshalb auch “Pfuhlbauten” oder “liegende Theorien”. Einmal hat ihn eine Niveauverschiebung seine linke große Zehe zum Hinken gezwungen. Die während dieser Zeit entstandene Theorie war die weit berühmte und bekannt hinkende Theorie, von der selbst Ambrosius selbst nicht zu sagen vermochte, welches Thema sie eigentlich behandelte, - dergestalt war ihre Kompliziertheit. Im allgemeinen arbeitet Ambrosius zunächst die komplette Theorie aus. Anschließend ergründete er unter Anspannung seiner nicht unbeträchtlichen Geisteskräfte ihren Sinn und Zweck. Und schließlich baut er sich ein Gerät, um
festzustellen, ob sie dem gefundenen Zweck auch wirklich entspricht. Oftmals tut sie dieses!

wieder Mal von
Jesco v. Puttkamer

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Der doppelte Doktor durchaus drollig dargestellt...


Ich freue mich schon auf die neue Staffel, beziehungsweise auf Weihnachten mit Kylie.

Dienstag, Oktober 23, 2007

podyssey - Der SF und Fantasy Podcast

Der erste deutschprachige Podcast mit SF- und Fantasy-Kurzgeschichten.
Alle 14 Tage präsentiere diese Seite eine neue Geschichte zwischen 20 und 50 Minuten Länge als Hörbuch.
Mur Lafferty, Markus Jendrossek, Jennifer Schreiner, Mirko Gutjahr und Uwe Post sind dort bisher vertreten. Also hört Mal rein, es lohnt sich!!!

Ad astra

Samstag, Oktober 20, 2007

Ratatouille


Remy liebt gutes Essen und sein bescheidener Traum ist es, der beste Chefkoch von Paris zu werden. Talent hat er, unbestritten, aber Remy ist eine Ratte. Womit Probleme aufkommen: Menschen mögen keine Ratten in der Küche und die Rattenfamilie hält den feinsinnigen Remy für total aus der Art geschlagen. Doch das Schicksal verschlägt Remy ausgerechnet ins Restaurant von Remys Idol, Chefkoch Auguste Gusteau. Hier trifft Remy auf Linguini, den Tellerwäscher. Die Beiden werden Freunde und schmieden einen raffinierten Plan, wie sie gemeinsam zu Starköchen werden können.

Wir können die Dinge beeinflussen. Wir beeinflussen sie mit unseren Entscheidungen.

Das sagt Remy zu seinem Vater. Und das ist auch die Hauptaussage des Films. Man kann alles im Leben erreichen, solange man nur fest an sich glaubt. Die Animation ist wieder fantastisch. Das Paris im Film ist wirklich hervorragend. Man fühlt sich wirklich dorthin versetzt. Auch die Küche ist toll gemacht. Ich persönlich kenne zwar keine Restaurantküche von innen, aber so muss sie aussehen. Man kann die Speise fast riechen und bekommt definitiv Hunger beim Schauen. Wenn Remy mal wieder vom Küchenchef verfolgt wird, ist das Action pur. Aber auch die Beziehung zwischen Remy und Linguini, die sich mit wachsenden Erfolg verändert, ist richtig niedlich dargestellt.
Ich bin zwar immer noch kein Fan von Nagern jeglicher Art, aber Remy ist schon eine niedliche Ratte. Remy, der weder eine richtige Ratte noch ein Mensch ist, der aber Träume hat und Freunde und Familie, die schließlich doch zu ihm stehen. Genau wie Linguini, der kein Chefkoch ist, aber für einen gehalten wird und völlig überfordert ist damit. Und so haben sich die beiden gesucht und gefunden.

Donnerstag, Oktober 18, 2007

Lucys Welt:

Heute habe ich wieder lange geschlafen. Herrchen war weggefahren und Frauchen wollte auch aufstehen. Ich bin liegengeblieben. Das Bett war kuschelig und weich. Gegen Nachmittag bin ich schließlich auch aufgestanden. Herrchen und Frauchen saßen am PC. Ich wollte Aufmerksamkeit und jaulte etwas herum. Frauchen hat mich prompt auf den Arm genommen. Das war schön. Aber danach war mir wieder langweilig. Ich habe Frauchens Zimmer durchgestörbert, aber es war auch nichts zu finden. Ahh, ein Karton. Super. Ich liebe das. Da kann man sich so klasse drin verstecken.
Dann ging Frauchen nach unten. Das bedeutet Fressen. Leider gab es nur Trockenfutter. Gut, besser als nichts. Ich habe Frauchen echt gut dressiert. Ich jaule einmal und sie springt. Habe ich gut hinbekommen. Ich bin richtig gut in so etwas. Dafür kuschel ich mit ihr und schaue sie lieb an. Dann schmilzt sie dahin. Als Hauskatze hat man es schon gut. Man wird gekuschelt, bekommt Fressen und wird geliebt. Und man wohnt schön warm in einem Haus, wo man prima auf der Heizung schlafen kann. Ein perfektes Leben.

Im religiösen Filmwahn


Gestern haben wir uns schon den Film White Noise-Fürchte das Licht gesehen. Und da begegneten uns gleich zwei alte Bekannte nämlich Nathan Fillion aka Capt. Malcolm "Mal" Reynolds und Katee Sackhoff aka Starbuck.

Inhalt:
Nachdem seine Frau und sein kleiner Sohn scheinbar grundlos von einem nunmehr ebenfalls toten Fremdling erschossen wurden, beschließt Abe Dale, sein für ihn sinnlos gewordenes Leben per Suizid zu beenden. Wider Erwarten überlebt er seinen Selbstmord und verfügt hernach über eine gesteigerte Sinneswahrnehmung, die ihn Lebensgefahr für andere Menschen anhand eines Lichtkranzes erkennen lässt. Nachdem er so einer Reihe von Leuten das Leben rettete, stellt sich heraus, dass der Tod so leicht nicht aufgibt.

Erinnerte etwas an Final Destination mit einer Spur Poltergeist. Abe findet heraus, dass drei Tage nach ihrer Rettung die Menschen durchdrehen und andere Menschen töten. Nun muss er alles aufs Spiel setzen, um eine weitere Katastrophe zu verhindern.


Der zweite Film, den wir uns gerade ansehen ist The Reaping. Pastorin Katherine Winter hat ihren Glauben verloren, als ihre Familie in Afrika ums Leben gekommen ist. Sie wird in eine Kleinstadt in Louisiana gerufen. Dort leiden die Einwohner angeblich unter den zehn biblischen Plagen, wofür ein kleines Mädchen büßen soll. Verzweifelt versucht Katherine, die Unschuld des Kindes zu beweisen.

Man braucht schon eine Zeit, um den Film zu verstehen. Die Tricks sind richtig gut und die Geschichte recht verworren. Das Ende dann überrascht doch ziemlich.

Dienstag, Oktober 16, 2007

Science Fiction Fanzine Geschichte


ANDROmeda Nr. 17

Auszug:

CONBERICHT
Eine sowohl ernste, als auch heitere Reportage
von
Jesco v. Puttkamer
Vorgeschichte: Eigentlich begann alles ja schon wenigstens eine Woche früher, und zwar in dem Augenblick, als Waldemar Kummings zum Bersten beladener und mit Lautsprechern, Tonbandgeräten, kilometerlangen Schnüren, Verstärkern, Vorverstärkern, Vor-vorverstärkern, Vor-vor-vorverstärkern, Begrenzungsverstärkern, Verstärkerverstärkern, Vervielfältigungsmaschinen, Schreibmaschinen, Saugpostpapier, MRU-Manuakripten, Mikrophonen, Tonbändern usw. usw. angefüllter VW in Oberbayerns idyllischem Kurort Unterwössen einfuhr. Mit ihm kamen Walter ("Fux") Heinecke, Gottlieb ("Gottlein Mährlieb") Mährlein, Inge Huber,- und anschließend Walter Siegrist ("Der monströse Zimmermann") und Waldemar ("Reziful") Kleinmair. Wenn man bedenkt, daß diese würdigen Vertreter des SFCD ihren gesamten Urlaub damit verbrachten, von früh bis spät wie die Irrsinnigen zu schuften, die sie sind, um den Con zu einem vollen Erfolg zu bringen, kann man ihnen hier nicht wärmstens genug danken.
So verging eine ganze Woche, während der das stille Dorf Unterwössen widerhallte von W. Siegrists monströsen Hammerschlägen, als er die unübertreffliche Raumschiff-Pilotenkanzel für die große Bühne zimmerte, von Gottleins irrsinnigen Pinselstrichen, von Reinecke's Schreibmaschinengeklopper und von W. Kummings Mikrophon- und Tonbandexperimenten.
Freunde, es muß furchtbar gewesen sein! Aber es geschah alles sozusagen hinter den Kulissen, denn als am darauffolgenden Freitag die ersten "Schlachtenbummler" von weither einzutrudeln begannen, war bereits das Meiste getan.


Ad astra

Donnerstag, Oktober 11, 2007



Und wieder ein neuer Link der Beachtung finden sollte!!!
Hier sind einige meiner I love You-Zeichner aus der SF vertreten. Mit den Zeichnungen von Kurt Röschl aus den Romanen von den populärwissenschaftlichen Erich Dolezals bin ich in die SF Kultur gerutscht.

Ad astra

Mittwoch, Oktober 10, 2007

..ist es soweit? Sind die Mars-
menschen in Unterwössen gelandet...?

Bericht vom großen Urlaubscon des SCIENCE FICTION CLUB EUROPA

Um es vorwegzunehmen: der Con 1958 in Unterwössen war ein großartiger Erfolg! Er kostete einigen Mitgliedern die Nerven und der Kasse einen gehörigen Batzen Geld. Aber das gehört dazu und beeinflußt stets den Erfolg oder Mißerfolg einer solchen Veranstaltung.
Der Organisator des diesjährigen Con hatte das kleine und herrlich inmitten der Berge gelegene Unterwössen regelrecht auf den Kopf gestellt. „Die Raketenmenschen tagen bei uns", so wurde im Dorf erzählt — und man wunderte sich erheblich, als statt der erwarteten bärtigen Professoren wir mit unseren Idealen und Zielen erschienen. Die Diskussionen begannen schon auf der Straße.
Währenddessen wurde oben im Saal gehämmert, geschnitten, geklebt und gestritten. Roboter sollten aus Pappe zusammengebaut werden, eine Raumschiffkanzel auf der Bühne errichtet und das ,Galaktische Nachrichtenzentrum' erprobt werden. Die SFCE-Gruppe München, unter der Leitung von Gottlieb Mährlein, Walter Sigrist, Reinecke Fuchs (so nennt man Walter Reinecke, den Dichter) und Waldemar Kumming, hatte bereits am Mittwoch den Saal besetzt und nicht mehr freigegeben. Manfred Ruprecht aus Berlin stieß zu den wie wild Arbeitenden und ging sofort in einem wirren Haufen von Pappe und Holz verloren.
Inzwischen aber nahm der Ausstellungsraum allmählich Formen an. Die Gruppe Salzburg, heute zum SFCE-Austria geworden, gestaltete in der Hauptsache diese Ausstellung mit Hilfe einer Raumstation von mehr als einem Meter Durchmesser. Kurt Felice (Knobler genannt) und Heinrich Richter, Leiter des SFCE-Austria, hatten diese Station in monatelanger Arbeit gebaut. Ein Meisterwerk!
Der Büchertisch des SFCE-Buchclub bot verlockende Dinge an und mancher verließ den Raum um etliche Geldstücke (oder auch Scheine) erleichtert. Es gab einmalige Sondervergünstigungen, die natürlich entsprechend ausgenützt wurden.
Die Gruppen München und Hannover besaßen je einen Tisch für ihre Raketenmodelle und SOL-Fanzines. Die Wände waren mit großen Fotos geschmückt.
Mit der üblichen Verspätung von einer halben Stunde begann der Con. Walter Ernsting begrüßte die Anwesenden herzlich, freute sich ungemein über die Tatsache, die Vertreter des Pabelverlages und des Moewigverlages willkommen heißen zu können und eröffnete dann den dritten Convent des SFCD/E.

Jesco von Puttkamer sprach anschließend über die Grundlagen der Atomphysik, und zwar in besonders einfacher Form. Dachte er wenigstens. Das sagten auch fast alle anderen. Nur einige blieben ehrlich. Denn der Vortrag von Puttkamers hätte von keinem Kernphysiker besser gehalten werden können.


Anschließend wurde der Film: FEINDE AUS DEM NICHTS gezeigt. Für Mitglieder des SFCE mit 50 Prozent Ermäßigung.
Nach dem Abendessen setzte Jesco von Puttkamer seinen atomaren Vortrag fort und beendete ihn gegen 20 Uhr, unter dem ehrlichen Beifall seiner Zuhörerschaft. Knapp und präzise hatte von Puttkamer in kürzester Zeit erfolgreich versucht, uns die Grundlagen des neuen Zeitalters darzulegen.
Der anschließende Abend war zwanglos und ohne festes Programm.

Wir sahen Schmalfilme der Gruppen Salzburg, Schweiz und den langen und vertonten Streifen der neugegründeten FANFILM unter Heinz Fries mit Aufnahmen von Walter Ernsting und der Gruppe Hamburg. Gegen 22.30 Uhr begab man sich ins Kino,


Jesco v. Puttkamer während seines Vortrags
Foto: H.H. Möbes

Dienstag, Oktober 09, 2007

wo der Spielfilm DIE DÄMONISCHEN gezeigt wurde. Im Beiprogramm: „Der Mensch im Weltraum" von Walt Disney.
Am Sonntagmorgen erneut ein Spielfilm: GEFAHR AUS DEM WELTALL. Im Beiprogramm zwei utopische MIGHTY MOUSE Filme und alles in allem etwa 13 Vorschauen auf utopische Großfilme, die Günter Oehler von den Verleihfirmen beschafft hatte.
Anschließend erhielt der Pabelverlag eine Urkunde des SFCE in Anerkennung für die Herausgabe des UTOPIA-Magazins und des UTOPIA-Großbandes. Herr Dr. Gentsch nahm die Auszeichnung mit netten Dankesworten entgegen.
Nach dem Essen berichtete dann Waldemar Kumming über den derzeitigen Stand der Elektronengehirne und zeigte wahrhaft utopische Möglichkeiten auf. Seine mit recht trockenen Witzen gepfefferten Ausführungen erleichterten das Begreifen sehr.
Daraufhin ergriff Geschäftsführer Wolf Detlef Rohr das Wort und legte einen Rechenschaftsbericht ab, der Maßnahmen der Clubleitung erklärte und die weiteren Ziele des SFCE aufzeigte. Der einmütige, starke Beifall der Zuhörer bestätigte voll und ganz die Richtigkeit der bisher geleisteten Arbeit.

Wolf Detlef Rohr in seinem Büro, wo er seine Rede auf Band sprach und die Vorbereitungen zum Con traf.
Foto: M. Kotowski

Anstelle des verhinderten K. H. Schneider sprach dann unser Freund Helfried Crede über das astronomische Thema: „Unser Sonnensystem". Erstaunlich scheint, daß Helfried alle nur möglichen Zahlen auswendig weiß und nicht einmal ein Buch zu Hilfe nehmen mußte. Sein Vortrag, ungemein interessant, erinnerte an einen Flug durch den Weltraum.
Und schließlich betrat Walter Ernsting das Rednerpodium. Draußen schien die Sonne und es war heiß. Darum faßte er sich sehr kurz, berichtete über die Ziele des Fandoms, bedauerte die einsetzende Zersplitterung und forderte die neu entstandenen Organisationen zur unabhängigen Zusammenarbeit auf. „Unser Endziel ist das geeinte Welt-Fandom!" sagte er. „Wir erreichen es notfalls auch allein! Aber ich begrüße jedes Anzeichen einer echten Zusammenarbeit zwischen allen Freunden des SF-Gedankens."

Danach erfolgte die Verteilung weiterer Urkunden:

Der Moewig-Verlag erhielt eine Urkunde für die Herausgabe von GALAXIS (unterzeichnet von Hugo Gernsback); der deutsche Redakteur von GALAXIS, Lothar Heinecke, erhielt eine Urkunde, ausgefertigt vom SFCE. Die gleiche Urkunde erhielt der Moewig-Verlag für die Herausgabe des TERRA-Sonderbandes. Die Schweiz, als neutrales Land, überreichte Clark Darlton dann den HUGO 1957 für seinen im UTOPIA-Großband erschienenen Roman: RAUM OHNE ZEIT,


Walter Ernsting vor seiner Rede über Science Fiction-Literatur. Von links nach rechts: H. H. Möbes, Walter Ernsting und die Herren des Pabel-Verlages, Walter Spiegl und Dr. Gentsch. Foto: H. H. Möbes

der mit 30 Prozent aller Stimmen zum besten SF-Roman des Jahres 1957 gewählt wurde. An zweiter Stelle mit 14 Prozent steht Karl Herbert Scheer mit DER UNENDLICHE RAUM.
Die eingesandten Stimmkarten standen zur Kontrolle zur Verfügung. Julian Parr hatte die Auswertung übernommen.
Noch am Nachmittag traf das Aufnahmeteam des Deutschen Fernsehens ein. Unter großer Anteilnahme der gesamten Bevölkerung wurden die Außenszenen gedreht. Der UTOPIA-Mann stolzierte durch die Straßen und wurde von allen Seiten aufgenommen, ebenso die staunenden Passanten.
Als dann der „Bunte Abend" begann, tauchte auch der Kameramann der UFA-Wochenschau auf und sicherte sich einen guten
Platz. Der Saal füllte sich schnell und die Erwartungen wurden auf eine harte Probe gestellt, denn die „übliche Verzögerung" blieb nicht aus.

Rudi Prexler mit seinem Ultralichtscheinwerfer zauberte als erster eine gespenstische Szene auf die Bühne. In völliger Dunkelheit schienen die beiden Raumfahrer im Nichts zu schweben. Dann folgte die Modeschau der galaktischen Intelligenzen: Jesco von Puttkamer als „Phantom", Mahrlein als Raumadmiral, Ernsting als „Sumpfmurmler vom Sagittarius", Thomas Mielke als „Friedensengel", um nur einige zu nennen. Sie hatten sich alle sehr viel Mühe gegeben — und das Fernsehen und die Wochenschau kamen auf ihre Kosten. Auch die Zuschauer. Großartig die Doppelansage von Heinz Fries und Franz Ettl, die als Jim Parker und ewig betrunkener Wernicke die Schau leiteten. Dann zog die Musikkapelle ein — Raumfahrer in weißer Uniform mit der Bezeichnung: TERRA. Was sie spielten war nicht elektronisch oder weltraumkalt, sondern verdammt heiß.

Die Planetenringsendung war eine Wucht! Ein außergalaktisches Ueberwachungsschiff erhält Kurznachrichten von den einzelnen Planeten unseres Systems. Dabei flammt der große Bildschirm ständig auf und zeigt typische Landschaften der betreffenden Welten. Die in harter Arbeit gebaute Kulisse des Raumschiffes wirkte so echt, daß man für fünf Minuten vergaß, auf der Erde zu sein. Die von Kumming und Reinecke gesteuerte elektronische Musik erhöhte den Eindruck des echten Raumfluges. Eine großartige Leistung aller Beteiligten!

Die Weltraummodenschau führte etwa 20 „galaktische Intellegenzen" vor. Auf diesem Bild die zwei wohl charmanteren Vertreterinnen: das „Dschungelmädchen von der Venus" und die „Tempelpriesterin von P IIa' Wer möchte da nicht auf diesem Planeten leben?!
Foto: M. Ruprecht.


Nach dem Atomkrieg! Auch den „Neantertaler des Jahres . . .
(Keine düstren Prophezeiungen!) zeigte die Weltraummodenschau.
Foto: M. Ruprecht.

Herrlich auch der Sketsch DIE WOLGASCHIFFER im Jahre 1900 und 19000. Und so vieles andere. Doch ein weiterer Höhepunkt: Heinz Fries sang die „Carmen" a la Spike Jones.

Ehrlich: man lachte Tränen und einige harmlose Besucher fielen von ihren Stühlen. Dazwischen Tanz und Rhythmus!

Alles in allem: ein gelungener Abend — trotz der vielen Sorgen, die mancher vorher gehabt hatte. Und schon zwei Tage später strahlte das Deutsche Fernsehen in der Tagesschau aus: ...... ist es schon so weit? Sind die Marsmenschen in Unterwössen/Obb. gelandet? Nein, es sind die Mitglieder des Science Fiction Club Europa, die ihren Urlaubscon . . ."

In dieser Nacht wurde noch lange diskutiert, und man war allgemein der Auffassung, daß noch vor einem Jahr ein solcher Erfolg vollkommen unmöglich gewesen wäre. Eine Bestätigung dafür, daß wir uns auf dem richtigen Weg befinden — von dem uns auch keiner abbringen kann. REFME.
***
Grußtelegramme zum URCON des SFCE sandten: SFCE-Gruppe Dänemark, Kopenhagen; Julian Parr, Düsseldorf; Dörnersche Verlagsgesellschaft, Düsseldorf; Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin/DDR; Semrau-Verlag, Hamburg; SFCE-Gruppe Hamburg, Klaus Sorgenfrei.

Im Namen des SFCE dankt für die herzlichen Grüße
Die Geschäftsführung


Und hier endet unser kurzer Ausflug in die Zukunft des Jahres 1958. Ich hoffe dieser Bericht hat euch gefallen, zeigt er doch, das man in den Anfängen des Fandoms doch schon richtig die "Weltraum-Sau" rausgelassen hat. Na ja, so ein wenig jedenfalls!
Der Bericht stammt aus "BLICK IN DIE ZUKUNFT" von Sep./Okt. 1958
Ad astra Marc

Zwei neue Science Fiction Links




Als erstes für alle Science Fiction Cover Freunde die Seite http://www.coverbrowser.com.
Hier findet man fast alles zum Thema "Das Cover" deiner Lieblingsserie. Von Superman bis British Science Fiction Magazine findet man hier fast alles. Es gibt sogar einige deutsche Serien.



Tja, und dann noch die Seite http://www.kunstidee.com, die auch ein reichliche Auswahl zum Thema Weltraum-Fantasien anbietet und noch vieles mehr.

Also bringt ein wenig Zeit mit (...vieeeeeeeeeel Zeit) und führt eurem Gehirn optische Reize zu. Viel Spaß und ad astra.

Sonntag, Oktober 07, 2007

BRUM CON 1965


Anstecker vom


BRUM CON

BSFA Convention

Birmingham 1965

Slan 3 - Magazin für Science Fiction


Das Slan 3 Magazin von 1969
Kurzgeschichten, Interviews, Autorenporträt und Artikel.

Transgalaxis Magazin


Transgalaxis Magazin
utopisch - phantastische literatur - film

Ausgabe 75
Oktober 1975
Preis 3 DM

Nachrichten, Film Aktuell, Buchbesprechung, Ausland, Taschenbücher, Comics und Fanzines.

Kleine Zeitreise (Science Fiction) BurgCon


Wir schreiben das Jahr 1964 und es ist der 01.08.1964, der Blogwart sitzt früh morgens im Hotel zur Post in Unterwössen. Noch recht früh, der Raum füllt sich erst später mit anderen Gästen.



Der Eurotopia-Con steht seit gestern an und es haben sich ca. 70 Fans angesagt in Burg Marquartstein, wir rechnen aber mit noch mehr. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist unter den Besuchern riesig, obwohl Richard vom Posten des Präsidenten zurücktritt.

Habe mir schon einige Pioneer Fanzines unter den Nagel gerissen, echt prima. Ettl soll den Eurotopia-Ehren-Preis für die dreimalige Con-Orga bekommen...Hmmm...na ja. Kann alles nicht schlechter werden als 62.

Ad astra und durch den Dreck zum Speck

Freitag, Oktober 05, 2007

Reaper


In der Serie „Reaper“ geht es um einen jungen Mann, dessen Eltern ihn bei seiner Geburt an den Teufel verkauft haben. Jetzt wo er nicht mehr klein ist, hat er sich zu einem Faulenzer und Drückeberger entwickelt. Doch Luzifer persönlich nimmt sich seiner an. Jetzt ist er Kopfgeldjäger des Teufels und geht fängt Seelen für seinen Boss ein, die aus der Hölle fliehen konnten.


Die ersten beiden Folgen liefen gerade auf dem amerikanischen Sender CW. Während sich unser Held Sam in der ersten Folge um einen wahnsinnigen Feuerwehrmann aus der Hölle kümmern musste, schlägt er sich in der aktuellen Folge mit einem blitzschleudernden Flüchtling herum.
Wieder stehen ihm seine beiden Kumpels zur Seite und geben nicht nur flotte Sprüche sondern auch tatkräftige Unterstützung.

Montag, Oktober 01, 2007

BBC geschaut: Murphy´s Law


Heute lief der erste Teil des Dreiteilers Murphy´s Law auf BBC One. Ich kannte die Serie nicht, von der es bereits vier Seasons gab. Was mich als Fan von "Jekyll" ja sehr gefreut hat, ist einfach die Tatsache, dass James Nesbitt die Rolle des Tom Murphy spielt. Ich mag den Schauspieler. Er hat so etwas Düsteres in den Rollen.
Wer Cop-Shows mag, für den könnte Murphy´s Law durchaus etwas sein. Ich fand´s gut.
Morgen geht es weiter.

Folge Eins:
Tom Murphy ist verantwortlich für eine Undercovermission zweier Undercover-Cops, Kim und Mitch. Mitch hat anscheinend Geheimnisse. Plötzlich verschwinden beide spurlos. Tom Murphy macht sich auf die Suche nach ihnen. Er findet heraus, dass Mitch Fahrer für Menschenhändler war. Osteuropäer werden ins Land geschleust und müssen dann auf Feldern arbeiten. Wenig später wird Mitch tot aufgefunden. Tom setzt nun alles daran, Kim zu finden. Dabei gerät er immer tiefer in den Sumpf. Wird der Kim rechtzeitig finden?