Montag, Mai 18, 2009

Fairytale

Am Samstag haben wir den 54. Eurovision Song Contest gesehen, der dieses Mal in Moskau ausgetragen wurde. Im Vorfeld sorgte der deutsche Beitrag Miss Kiss Kiss Bang von Alex Sings Oscar Sings für etwas Aufregung, da die bekannte Stripperin Dita von Teese beim Auftritt dabei war. Nun gut, dazu später.

Zunächst teilte man den Zuschauern mit, dass das Spektakel ganze 42 Millionen Euro gekostet hat und das 24km Kabel verlegt wurde. Die Eröffnung sollte an die Eröffnugsfeier in Pekin zu den Olympischen Spielen erinnern und wurde vom Cirque de Soleil bestritten. Das sah schon ganz nett aus, muss ich zugeben. Doch dann kam der Vorjahressieger Dima Bilan an Seilen und mit Koffer (nicht fragen) hereingeflogen. Er performte sein Lied Believe. Dabei lief er auf einem Laufband und musste Pappmauern durchbrechen. Als er schließlich wieder zu schweben anfing und auf einen Engel traf, musste ich laut loslachen. Sorry, aber das war sowas von kitschig!
Die recht unlustigen Moderatoren betraten die Bühne und redeten etwas. Dann kamen wir endlich zum ersehnten ersten Beitrag. Vorgestellt wurden die Länder mit einem kleinen Einspieler, an dessen Ende ein kleiner Russischkurs stand. Den Anfang machte Litauen.
Der Trend ging am Anfang doch ziemlich zur Ballade. Eine Mischung aus Pop und Oper präsentierte Schweden mit einer Sänger in einem strahlend weißen Kleid, das einen schon fast blind machte. Und warum die Damen im Hintergrund Masken trugen, weiß ich nicht.
Einen richtig aufsehenerregenden Beitrag gab es nicht. Leider. Bei Malta dachten wir ernsthaft Dirk Bach hätte sich eingeschmuggelt. Wenigstens die Ukraine nutzte die große Bühne aus und machte viel Show. Lustig fand ich auch Dänemark mit dem Ron Keating-Klon.

Der deutsche Beitrag: Ich konnte mich vorher schon nicht mit diesem Swing-Pop-Mix anfreunden. Alle Herren warteten gespannt auf den Auftritt von Dita von Teese. Die seltsame Kameraführung jedoch zeigte wenig von der Stripperin. Und so richtig nackig hat sie sich auch nicht gemacht. Außer ein bisschen Rumgerutsche auf einem Lacksofa war da nichts. Aber das hätte die Nummer auch nicht besser gemacht. Die europäischen Zuschauer honorierten das dann auch mit einem 20. Platz. Schlechter war nur noch Finnland, die den letzten Platz belegten dieses Mal.

And the winner is....Alexander Rybak. Er geigte sich mit dem Titel Fairytale in die Herzen der Zuschauer. Nicht in meines, aber mit 387 Punkten stellte er einen absoluten Rekord auf. Man muss sagen, dass die osteuropäischen Länder dieses Mal nicht einen politischen Sieger sondern tatsächlich einen musikalischen Sieger gewählt haben. Nachbarschaftspunkte gab es natürlich auch wieder. Damit hat unser Geiger mit dem Hang zu Märchen definitiv zu Recht gewonnen.
Und ganz Norwegen ist völlig aus dem Häuschen. Ich gönne es ihnen.
Den zweiten Platz machte übrigens Island. England belegte mit einem Lied von Andrew Lloyd Webber den 5. Platz. Ich muss sagen, bei dem Song habe ich immer darauf gewartet, dass das Musical dann auch weitergeht. Gefallen hat es trotzdem.

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